Indische Musik trifft Hippie

Der Einfluss der indischen Musik, auf die Hippiekultur der 60er und 70er Jahre, ist größer als man glaubt. Auch wenn weltbereiste und berühmte indische Musiker, wie Ravi Shankar, der Verschmelzung von indischen Klängen mit der drogenbehafteten Hippie-Szene skeptisch gegenüber stehen, so hat die indische Musik doch einen gewissen Raum bei den Empfindungen der Bewegung eingenommen. Als sich George Harrison von den Beatles in den 60er Jahren mit dem Sitarkünstler Ravi Shankar zusammentat, um indische Klänge in die Stücke der Beatles einfließen zu lassen, hat er damit auch gleichzeitig ein Stück Kulturgut begründet.

Okay, wenn man die Hippie Szene der damaligen Zeit betrachtet, so sind die Verbindungen zwischen den traditionellen Werten der indischen Musik und der Lebenseinstellung der Gruppierung gar nicht so weit voneinander entfernt. Im Gegenteil. Denn indische Musik ist frei, improvisativ und grenzenlos in ihren Möglichkeiten. Genau das wollten doch auch die Hippies. Und als dann die Klänge von Sitar, Tabla und Harmonium auch in den Westen fanden und sogar zum legendären Woodstockfestival, da war genau diese Hippiebewegung von der Musik gefesselt, weil sie in ihren Augen dass ausdrücken konnte, für das es ansonsten in der Gesellschaft wenig Spielraum gab. Dass natürlich der Drogenkonsum dabei oft eine Rolle spielte, will auch keiner leugnen. Und sicherlich empfanden auch sehr viele Anhänger der Bewegung, unter Drogeneinfluss, ein besonders intensives Freiheitsgefühl beim Hören der Musik. Aber das gehörte einfach dazu.

Letztendlich bot es aber gleich zwei Parteien den Freiraum zur Entfaltung. Zum einen der indischen Musik, die dadurch natürlich zu starker Popularität gelangte und zum anderen den Hippies, die damit ihren Lebensstil verbanden und indische Traditionen auch bei Kleidung, Lebensmitteln und in anderen Lebensbereichen umsetzten. Nicht zu vergessen der Hippiezug nach Indien, als Aufbruch in eine andere Welt. Wenn Musik das bewirken kann, dann ist das schon mehr als nur berauschend. Und noch heute zeugen Subkulturen, wie Goa und Kathmandu von dieser Ära

Was damals mit kleinen Sessions in einem engen Raum begann, füllt heute die Konzertsäle in aller Welt, mit einer Vielzahl populärer indischer Künstler. Indische Musik ist Weltmusik geworden, nicht zuletzt durch ein Stück Kulturgeschichte. Die Musiker, die dazu beitragen, wie Shankar oder Zakir Hussain sind und bleiben die Pioniere in diesem Metier. Denn hätten Sie sich nicht entschlossen, ihre Musik hinauszutragen in die weite Welt, dann hätte sie auch gar nicht bis zu den Hippies vordringen können. Und auch heute noch finden wir, in allen Bereichen des Lebens, die spirituell, esoterisch oder auch gesundheitsorientiert sind, indische Musik, indische Tees, indische Kleidung, indische Einflüsse und wir wollen sie gar nicht mehr missen. Es gehört also zur Geschichte unbedingt dazu und wenn wir es aus dem Blickwinkel der Wurzeln indischer Musik betrachten, so kann man durchaus sagen, dass diese Musik für die Hippie-Bewegung passend war. Ob mit oder ohne Drogen, bereichert hat sie die Hippiekultur auf jeden Fall und Entwicklungen gefördert.

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