Anoushka Shankar

Anoushka Shankar mit Sitar
© audrey_sel, Flickr
© audrey_sel, Flickr

Anoushka Shankar, die erfolgreiche Tochter des berühmten Sitar-Spielers Ravi Shankar ist wie Ihr Vater eine begnadete Sitar Spielerin.

Die Schöne mit der Sitar

Eine zarte, bildschöne Frau mit dunklen, lockigen Haaren mit einer indischen Sitar. Ein ungewöhnliches wie schönes Bild. Anoushka Shankar, Tochter des berühmten Sitar-Spielers Ravi Shankar, hat alles von ihrem Vater gelernt und tritt auch heute gerne und oft mit ihm zusammen auf.

Sie ist wahrhaftig eine der wenigen Frauen, die indische Tradition in dieser vollkommenen Weise weiter tragen. 1981 wurde sie in London geboren. Ihre Mutter und ihr Vater blieben nicht zusammen. Dennoch hatte sie das Sitar-Spielen im Blut und verfolgte den Weg ihres Vaters ganz genau. Die klassische, indische Musik hatte es ihr angetan, weshalb sie von Ravi Shankar lernen wollte. Mit neun Jahren durfte sie dann vom Meister höchstpersönlich lernen und studierte mit ihm das besondere indische Instrument. Ihren ersten Auftritt hatte sie mit 13 Jahren in Neu-Delhi. Schon bald darauf folgten Aufnahmen im Tonstudio, zu Stücken ihres Vaters. Die Tiefe und Verbundenheit zwischen Vater und Tochter wird auch heute, bei den vielen, gemeinsamen Auftritten, immer wieder deutlich. Es ist so, als wenn sich beide blind verstehen und ausnahmslos gut über die Musik miteinander kommunizieren können. Die harte Arbeit und die Disziplin brachten ihr in relativ kurzer Zeit auch einen Plattenvertrag mit der EMI ein.

Doch Anoushka wollte nicht nur spielen, sondern auch komponieren. Ihre vielfältigen Ideen stellte sie dabei schon mit etlichen Alben unter Beweis. Auch ein Buch hat sie mittlerweile veröffentlicht, eine liebevolle Hommage an ihren Vater Ravi. Wie viele indische Musiker, so hat auch Anoushka Shankar die indische Musik mit Elementen aus anderen Musikrichtungen vereint. Jazz, Flamenco, klassische westliche Musik und auch elektronische Klänge lässt die schöne Sitarspielerin in ihre Kompositionen einfließen. Auch als Interpretin ihrer eigenen Songs ist sie heute zu hören. Dass Anoushka Shankar nicht stehen bleibt und die Musik für sie eine Reise ist, das beweisen mehr als 80 Konzerte pro Jahr und die ungeheure Power, die diese Frau an den Tag legt. Ein Ensemble von elf Musikern begleitet sie bei den Konzerten und ein Piano, bei dem Anoushka auch selbst gern in die Tasten greift, ist ebenfalls mit von der Partie. Die Liste der Künstler, mit denen sie gemeinsam auf der Bühne gestanden hat, ist lang. Zu nennen sind hier z.B. Madonna, Sting, Elton John und ihre Schwester oder besser gesagt, Halbschwester. Ihre Schwester hat nämlich ebenso Musik und Pfeffer im Blut und heißt mal eben Nora Jones. Na klingelt´s im Ohr?

Jedenfalls hat Anoushka Shankar den Mut weiter zu wachsen und die vielen, bombastischen Kritiken über das einzigartige Feuerwerk an unerwarteten Schöpfungen und bekannten Erinnerungen in ihrer Musik sprechen für sich. Dann sind wir mal gespannt, was uns noch alles so schönes erwartet.

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