Indiens Tibet – Tibets Indien

Vom 23.10.2010 bis zum 01.05.2011 findet im Linden Museum in Stuttgart die Sonderausstellung „Indiens Tibet – Tibets Indien“ (Das kulturelle Vermächtnis des Westhimalayas) statt. Weite Sandwüsten, subtropische Wälder oder beeindruckende Schneegipfel prägen das Landschaftsbild im Westhimalaya, dem Schmelztiegel der Kulturen. Die Verehrung und der Glaube an Götter und Geister zeigen sich in vielen Facetten, Hinduismus und Buddhismus bestimmen die Religionszugehörigkeit der Menschen. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen drei bedeutende Forschungsreisen des 20. Jahrhunderts, die den Besucher durch die Regionen Kinnaur, Spiti, Rupshu und Ladakh/Zanskar führen und ihn in die vielfältigen Formen tibetischer Kunst eintauchen lässt. Schmuck, Textilien, Skulpturen, Ritualgegenstände, historische und zeitgenössische Großbildaufnahmen sowie Multimedia-Stationen ermöglichen diese einzigartige Reise. Highlight ist das begehbare Mandala, eine Rekonstruktion eines Klosterraumes in Spiti.

Ein ganz besonderes Event findet, im Rahmen der Ausstellung, am Sonntag, den 20.03.2011, 16.30 Uhr, statt. „Klassisches Indisches Konzert + Indien / Der Norden“ ist die Veranstaltung überschrieben. Die Besucher können in einer Live-Fotoreportage die faszinierende Reise des Fotojournalisten und Autors Olaf Krüger in den Norden Indiens, auf spannende und außergewöhnliche Art, miterleben. Von Rajasthan im Westen bis nach Varanasi im Osten, vom Spiti Tal an der Grenze zu China, bis hinein in die Urwälder des Kanha-Nationalparks in der Mitte des Landes – Geschichten und Begegnungen werden hautnah erlebt.

Gelbmützen-Mönche, tibetische Nomaden, Maharaja-Paläste wie aus 1001 Nacht – all das sind Eindrücke der abenteuerlichen Reise. In Kolkata wird das Leben von Hunger, Krankheit und Tod bestimmt. Kontrastprogramm der besonderen Art. Für diese Show wurde eigens ein Soundtrack komponiert, der die starken Bilder unterstreicht. Originaltöne und Textpassagen versetzen den Zuschauer an den Ort des Geschehens.

Der Musiker Daud Khan wird die Sarod vorstellen und mit dem authentischen Spiel ein Stück Indienkultur an die Besucher vermitteln. Daud Khan, Jahrgang 1955, ist einer der wenigen Vertreter der Robab Musik. Die Robab ist ein traditionelles Lauten-Instrument aus Afghanistan. Daud Khan, der in Kabul/Afghanistan geboren wurde, hat viel von seinem Meister Ustad Muhammed Omar gelernt und hält das Wissen um dieses Instrument aufrecht. Auch das nordindische Sarod gehört zu seiner Leidenschaft. Als namhafter Virtuose tritt Daud Khan bei einer Vielzahl von Festivals auf und ist mit Live-Auftritten auch im deutschen TV und Radio vertreten. In Köln leitet er die Akademie der indischen Musik und gibt sein Wissen an Interessierte weiter.

Vor dem Vortrag findet eine Führung durch die Sonderausstellung „Indiens Tibet – Tibets Indien“ im Linden-Museum statt.

Karten im Vorverkauf: € 12,50 / 11,00 und an der Abendkasse: € 14,00 / 12,50.

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