Sitar

... while my sitar gently weeps
© Prasad Kholkute, Flickr
© Prasad Kholkute, Flickr

Die Sitar gehört zur Gruppe der Langhalslauten und ist das wohl bekannteste, nordindische Musikinstrument. Gerade durch Ravi Shankar und seine Zusammenkunft mit den Beatles sind die Klänge der Sitar weltweit bekannt geworden.

Das Zupfinstrument besitzt einen Resonanzkörper, der aus getrocknetem Kürbis gefertigt wird, der charakteristisch lange Hals der Laute und die Decke werden aus Tun Holz hergestellt. Die gewölbten Brücken, über welche die Saiten der Sitar gespannt werden, können aus Knochen oder Antilopenhorn sein, die Saiten und die Bünde, die am Hals der Sitar sitzen, sind aus Stahl, aber auch Bronze und Messing können bei Baßlagen verwendet werden. Aufwendige Einlegearbeiten zieren das gute Stück. Die moderne Sitar kennt zwei verschiedene Modelle, die nach den berühmten Sitar-Spielern benannt sind: die Ravi Shankar Stil Sitar und die Vilayat Khan Stil Sitar. Die Ravi Shankar Stil Sitars verfügen über zwei Resonanzkörper, 13 Resonanzsaiten und sieben Spielsaiten. Besonderer Eyecatcher ist die aufwendige Verzierung. Die Vilayat Khan Stil Sitar ist mit einem Resonanzkörper, 11 Resonanz- und 6 Spielsaiten versehen. Die Saiten werden mit einem Plektrum aus Draht angeschlagen, das auf den rechten Zeigefinger gesteckt wird.

Ursprünglich hatte die Sitar nur drei Saiten, wie der persische Name „Setar“ erkennen lässt. Die Entwicklung geht bis in die Zeit um 1700 zurück. Das Erlernen des Instruments erfordert ein hohes Maß an Geduld und Fingerfertigkeit, auch die Haltung ist entscheidend, damit sich der Klang der Sitar richtig entfalten kann. Das Instrument wird im Sitzen gespielt, es gibt genaue Anweisungen, wie Beine, Arme, Finger platziert sein müssen. Auch die richtige Positionierung der Sitar ist wichtig, damit sie stabil steht. Die Wirbelsäule wird beim Spielen aufrecht gehalten. Je nach Entwicklungsgrad der Musiker sind verschiedene Sitars empfehlenswert. Der Anfänger kann mit Calcutta Standard Sitars lernen, Hobbymusiker finden unter den Markensitars von P & Brothers oder Monoj Kumar Sardar geeignete Instrumente. Wer das Spiel der Sitar schon sehr professionell beherrscht, legt Wert auf einen ausgezeichneten Klang. Hier sind Hiren Roy Sitars das Beste, was der Markt zu bieten hat.

Eine besondere Sitar-Variante ist die Corel Electric Sitar, eine 6-saitige E-Gitarre, mit abgeschrägtem Steg und Resonanzsaiten. Sie erzeugt einen sitar-ähnlichen Ton, reicht aber nicht an die Klangfülle einer richtigen Sitar heran. In der Rockmusik wird sie von Bands, wie Metallica oder Rage, sehr gerne unterstützend eingesetzt.

Begleitinstrumente für die Sitar sind die Tabla oder die Tampura. Die Sitar wurde durch die Zusammenkunft von Ravi Shankar mit den Beatles auch zum Begriff in der populären Musik und ist heute bei vielen westlichen Musikern sehr beliebt. Gerade die Musikrichtung Jazz harmoniert mit der nordindischen Sitar-Klassik sehr gut, was Konzerte dieser Art immer wieder beweisen.

Quellen und Linktips:

Über kevin

Ich mag indische Musik, sie fasziniert mich und hier will ich diese Faszination mit Euch teilen, auch um anderen Interessenten einen schnellen und einfachen Einstieg in die indische Musik zu ermöglichen.

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